Der Campingurlaub naht. Es muss gepackt werden. Die Produkte für die Körperpflege nehmen da nicht wenig Raum ein. Ferien sind eine gute Zeit, um nachhaltige Varianten auszuprobieren – spart Platz, freut die Haut und schont die Umwelt.
Shampoo und Duschgel braucht jeder. Das sind in der Regel zwei Plastikflaschen, oft auch noch pro Familienmitglied zu rechnen. Viel Platz, viel Müll. Seit einigen Jahren werden festes Shampoo und festes Duschgel angeboten. Diese sehen aus wie kleine Seifenstücke, passen in eine Pappschachtel und sind sehr ergiebig. Sie schäumen gut und riechen fein. Eine Naturkosmetikmarke bietet sogar Shampoo und Duschgel in einem an. Funktioniert bestens.
Inzwischen gibt es Zahnpasta in Form kleiner Tabletten, ebenfalls eine sehr platz- und müllsparende Variante.
Extra Pflege für sonnengestresste Haut
Die sonnengestresste Haut braucht in den Ferien extra Pflege, weshalb viele Sonnencreme und eine After-Sun-Lotion einpacken. UV-Schutz ist wichtig, aber für die Pflege danach tun es womöglich auch Hausmittel. Blätter der Aloe vera versorgen die Haut mit viel Feuchtigkeit und lassen sich vielleicht vor Ort kaufen. Aber auch Quark oder Joghurt sind Feuchtigkeitsspender für die Haut. Ein Esslöffel Quark mit einem guten Teelöffel Honig vermischt ergibt eine wunderbare Gesichtsmaske. Wer zu Unreinheiten und fettiger Haut neigt, zieht noch ein bisschen Heilerde unter.

In den Siebzigerjahren haben Ersthelfer im Ferienlager Mullbinden in kühler Kondensmilch getränkt und bei leichterem Sonnenbrand aufgelegt. Stillt den Schmerz und versorgt die Haut. Wahlweise lässt sich der Mull auch mit kaltem Ringelblumen- oder Kamillentee tränken, sodass die verbrannte Haut besser heilt. Noch effektiver hilft das Gel, das aus den Blättern der Aloe vera austritt. Es kühlt, heilt und versorgt die Haut mit Feuchtigkeit. Zu kalt dürfen die Umschläge nicht sein, denn die verbrannte Haut sollte nicht auch noch partiell erfrieren.
Echte Biokosmetik: Achte auf die Siegel
In den Kulturbeutel der Camper gehören noch Gesichts- und Körpercreme, Deo und auch eine Reinigungsmilch fürs Abschminken. Alle Produkte gibt es auch in festen Varianten. Die brauchen dank Wasserentzug auch weitgehend keine Konservierungsstoffe wie die umstrittenen Parabene. Letztere kommen in zertifizierter Naturkosmetik ohnehin nicht vor, ebenso wenig wie Mikroplastik, Paraffine oder Silikone sowie künstliche Duftstoffe. Auch Palmöl, Erdölprodukte, Sulfate, Aluminium oder Formaldehyd haben in zertifizierter Naturkosmetik nichts zu suchen. Die lässt sich an Siegeln wie EcoCert, Natrue, BDIH, Cosmos oder Demeter und nicht zuletzt am EU Ecolabel erkennen. Neue EU-Gesetze sollen es den Verbrauchern in Zukunft erleichtern, sich im Zertifikate-Dschungel zurechtzufinden.
Doch Achtung: Schnell wird mit einem einzigen Inhaltsstoff geworben, der aus biozertifiziertem Anbau stammt. Das heißt noch lange nicht, dass es sich beim kompletten Produkt auch um zertifizierte Naturkosmetik handelt, denn solche Cremes oder Lotionen können durchaus mit Mikroplastik, Parabenen oder auch künstlichen Duftstoffen versetzt sein. Also Fazit: Auf die richtigen Siegel achten.